Innovationsmanagement 2.0 Dr. Patrick FRITZ

19Jul/110

HP Idealab – Warum nicht auch in KMUs?

Der Technologiekonzern HP hat mit dem Idealab eine Initiative ins Leben gerufen, die darauf abzielt bereits in frühen Projektphasen Einblick in die unternehmensinterne Forschung zu geben. Die frühen Projektphasen werden in der Literatur häufig als "Fuzzy Front End of Innovation" bezeichnet, da diese Phasen schwer steuerbar sind. Im weitesten Sinn wird mit dem Einblick in die frühe Ideenphase das Ziel verfolgt Open Innovation zu betreiben, d.h. Ideen von Außenstehenden ins Unternehmen zu holen. Spontan hat mich der Bereich "Cloud Print" angesprochen. Dabei geht es um eine kostenlose mobile Drucklösung direkt ab Smartphone. Soweit ich weiß beschäftigt sich auch Google damit.

Jetzt werdet ihr sicher denken, nur ein Großkonzern kann sich so was leisten. Ich stelle jedoch die Frage: WARUM EIGENTLICH? Was spricht dagegen, das ein KMU seine Produktideen im Internet veröffentlicht und mit potentiellen Kunden diskutiert, verbessert, anpasst, erweitert, verwirft... . Auf diese Weise kann das Risiko von Fehlschlägen gesenkt und somit langfristig Kosten gespart werden.

Natürlich habe ich bewusst viele Aspekte die in der Diskussion wichtig sind vernachlässigt und hoffe deshalb auf harten Widerspruch!

18Jul/112

60% der Arbeitszeit fuer Innovationen!

innovationlifecycle 60% der Arbeitszeit fuer Innovationen!

(Quelle. Flickr)

Durch den Blog von unique relations bin ich auf eine Studie der compamedia GmbH aufmerksam geworden. In dieser Studie wurde das Innovationsmanagement bei ausgewählten deutschen Mittelständlern untersucht. Hier einige, teils wirklich überraschende, Ergebnisse der "Top 100 Unternehmen":

  • Innovationen sind Sache des Top-Managements. Auch hier bestätigt sich wieder, konkrete Ziele sind das um und auf für jeglichen Projekterfolg.
  • Das Top-Management der besten Innovatoren wendet 60% seiner Arbeitszeit für Innovationen auf! Das Marketing in diesen Unternehmen legt noch eins drauf und wendet unglaubliche 75% seiner Arbeitszeit für Innovationen auf.
  • Mitarbeiter haben die Möglichkeit einen Teil ihrer Arbeitszeit für eigene Ideen zu nutzen. 87 Prozent der Top 100-Unternehmen beschäftigen sogar Mitarbeiter, die sich ausschließlich mit Innovationen befassen.
  • Die Öffnung des Innovationsprozesses ("Open Innovation") ist ein zunehmend heißes Thema. Sogar die Zusammenarbeit mit Wettbewerbern wird praktiziert.

Die Zahlen hören sich aus meiner Sicht teilweiße zu Gut an um wahr zu sein, dennoch zeigen sie eine Richtung auf die ich durchaus unterstütze.

16Jul/110

Die Oeffnung des Innovationsprozesses in der Praxis

Was ist eigentlich mit der "Öffnung des Innovationsprozesses bzw. Open Innovation" gemeint? Sehr einfach gesprochen steht dahinter die Erkenntnis, dass es auch intelligente Leute geben soll die nicht für das eigene Unternehmen arbeiten. So einfach hingeschrieben, so schwierig zu akzeptieren. Stellt euch einmal die Konsequenzen aus dieser Erkenntnis vor:

Vielleicht gibt es Leute die aus einer völlig fremden Branche kommen und Lösungen für Probleme haben an denen ich seit Jahren arbeite? Vielleicht arbeitet mein Unternehmen an Ideen/Projekten die niemals sinnvoll genutzt werden können, die aber für ein anderes Unternehmen (womöglich einen Mitbewerber) sehr wertvoll sein könnten?

Die zentrale Frage die sich aus diesem viel zitierten Paradigmenwechsel ergibt: Wie kann ich dieses scheinbar unerschöpfliche Potential an Ideen, Wissen, Technologien, usw. für mein Unternehmen sinnvoll nutzen? Diesbezüglich möchte ich euch ein interessantes Beispiel aus Praxis zeigen. Procter & Gamble hat mit dem Programm "Connect + Develop" den Gedanken der offenen Innovation aufgegriffen und meiner Meinung nach sehr sinnvoll umgesetzt.

Wenn ihr auf die Website geht könnt ihr euch zunächst über das Programm an sich informieren. Anschließend wird sehr übersichtlich dargestellt welche Bedürfnisse P&G hat und im Gegenzug was das Unternehmen zu bieten hat. Unter anderem sucht das Unternehmen nach neuen Möglichkeiten für Sprays (z.B. Deos, Haarspray, usw.) um die bisher enthaltenen Aerosole zu ersetzten. Auf der anderen Seite bietet das Unternehmen die Möglichkeit, von den Fortschritten zu profitieren die P&G bei der Verpackungstechnologie mit Haushaltsgütern gemacht hat.

Mein Vorschlag: Seht euch das Programm genau an und überlegt euch anschließend wie eine solche Initiative in eurem Unternehmen aussehen könnte. Vergesst dabei nicht, der Kundenbegriff kann weit definiert werden, es ist also nicht notwendig exklusiv im Business-to-Consumer Bereich tätig zu sein, ebenso im Business-to-Business Geschäft gibt es Möglichkeiten (z.B. Integration von Lieferanten).

17Mai/100

Neue Plattform – Neues Design – Neue Inhalte

cleaning 300x300 Neue Plattform   Neues Design   Neue InhalteDer Frühjahrsputz im Innovationsmanagement 2.0-Blog ist hiermit abgeschlossen. Was erwartet euch?

  • Neue Plattform: Der Umzug auf die eigene WordPress.org Installation ist geglückt. Hiermit habe ich volle Kontrolle über alle wichtigen Bestandteile einer modernen Kommunikationsplattform. Angefangen beim RSS-Feed mit dem ihr ständig auf dem Laufenden bleiben könnt, sowie dem täglich aktuellen Newsletter direkt in eure Inbox. Schöne Verbesserungen im Detail stellen die Navigationshilfe am oberen Rand neuer Beiträge dar (Breadcrumps), sowie der Verweis auf ähnliche Beiträge am unteren Rand von allen Posts.
  • Neues Design: Das langweilige Standard-Wordpress Design ist Geschichte. Mit dem neuen Theme möchte ich euch auch was fürs Auge bieten. Natürlich spielt dabei der Usability-Aspekt eine große Rolle. Die wichtigsten Blog-Elemente, wie z.B. Suche und Top-Beiträge, sind direkt ersichtlich und helfen bei der übersichtlichen Navigation durch die Inhalte.
  • Neue Inhalte: Die bisherigen Beiträge haben großteils ein Update erhalten. Es gibt keine Beiträge mehr mit fehlerhaften Links, alles ist auf dem neuesten Stand. Insbesondere möchte ich auf die Beiträge der einzelnen PBL-Session hinweisen, die ich um zahlreiche Inhalte erweitert habe. Hier z.B. schöne Beiträge zu den Themen Open Innovation und Lead User.

Ganz besonders freue ich mich auf euer Feedback! Was ist gut? Was ist weniger gut? Was sind konkrete Verbesserungsvorschläge. Mein Ziel ist relevante Inhalte zum Themenbereich Innovationsmanagement 2.0 zur Verfügung zu stellen und euch damit für eure tägliche Arbeit zu inspirieren.

22Jan/094

Top Suchbegriffe zum Innovationsmanagement

WordPress  bietet eine tolle Funktion mit der die Suchbegriffe gesammelt werden, mit denen das Blog "Innovationsmanagement 2.0" in der Vergangenheit gefunden wurde. Somit entsteht ein toller Überblick, was bei den Lesern gerade aktuell ist bzw. nachgefragt wird:

top innovationsmanagement Top Suchbegriffe zum Innovationsmanagement

  • "Innovationsprozesse" sind in der Literatur eigentlich schon sehr umfassend abgehandelt, in der Praxis ist es offensichtlich ein wichtiges Thema. In zahlreichen Unternehmen sind aus eigener Erfahrung immer noch keine Innovationsprozesse, von der Idee bis zu fertigen Produkt, definiert.
  • "Anforderungsmanagement" habe ich dieses Jahr aus bekannten Gründen aus dem Programm genommen, dennoch ist die Nachfrage ungebrochen groß. Ich denke das hier besonders Leute aus dem Software-Bereich aktiv sind, die auf der Suche nach Hilfe sind.
  • Die "Open Innovation" Thematik und die damit verbundene "Lead User" Methode ist und bleibt mein Favorit, also nur weiter so!
9Dez/082

Session 5/6 – Open Innovation und Lead User Methode (Step 7) im WS2008/09

Wie angekündigt, haben wir Schritt 7 für Session 5 und 6 zusammen gezogen. Aus meiner Sicht hängen die Themen Open Innovation und Lead User Methode eng zusammen, was sich schließlich auch in den definierten Lernzielen wieder gezeigt hat. Die Moderation des Abends hat Simone Allgäuer, BWL-Studentin im 5. Semester, übernommen. Zur Einstimmung habe ich einen Ausschnitt aus dem umfangreichen Video-Archiv von Hippel's gezeigt:

  • Video 1 (245Mb): Overview of the lead user process
  • Video 2 (276Mb): Launching your lead user study
  • Video 3 (300Mb): Interviewing methods for lead user project teams
  • Video 4 (232Mb): Identifying emerging market needs
  • Video 5 (257Mb): Identifying lead users
  • Video 6 (360Mb): Developing solution concepts

Hier die Ergebnisse von Step 7:

 Session 5/6   Open Innovation und Lead User Methode (Step 7) im WS2008/09

Download: Session 5/6 - Protokoll "Open Innovation und Lead User Methode" (Step 7) [PDF]

Download: Session 5/6 - Protokoll "Open Innovation und Lead User Methode" (Step 7) [HTML]

28Nov/080

Session 6 – Lead-User-Methode (Step 1-5) im WS2008/09

Der eine oder andere wird sich schon wundern, wo ist Schritt 7 zur Open Innovation Session. Aufgrund der engen thematischen Verbindung zur Lead User Methode und der knappen Zeit, habe ich mich entschlossen Step 7 von Session 5 (Open Innovation) und 6 (Lead User Methode) zusammen zu ziehen. Die entsprechenden Lernziele sind in der untenstehenden MindMap dokumentiert.

In der Problemanalyse haben wir so ziemlich alle Punkte diskutiert, die die Lead User Methode ausmachen. Schon interessant wie man durch ein bisschen nachdenken und Diskussion eine solche Methode fast schon logische herleiten kann. In einem nächsten Schritt gilt es die einzelnen Fragmente in eine Rangreihe zu bringen, an bestimmten Stellen zu ergänzen und schon ist die Lead User Methode "fertig":

 Session 6 – Lead User Methode (Step 1 5) im WS2008/09

Download: Session 6 – Course Book "Lead User Methode" [PDF]

Download: Session 6 – Protokoll "Lead User Methode" (Step 1-5) [PDF]

Download: Session 6 – Protokoll "Lead User Methode" (Step 1-5) [HTML]

28Nov/080

Henry Chesbrough erklaert Open Innovation

Wer tiefer ins Detail gehen möchte, dem empfehle ich sein aktuelles Buch: "Open Innovation: The New Imperative for Creating and Profiting from Technology Henry Chesbrough erklaert Open Innovation".

25Nov/080

Session 4 – Projektauswahl durch Portfoliomanagement (Step 7) im WS2008/09

Verena Kern, BWL Studentin im 5. Semester, hat die (Ersatz-) Session am Dienstag moderiert. Als Vorbereitung auf Step 7 habe ich einige Folien aus dem Vortrag von Karin Kroneder: "Viele Ideen? knappe Ressourcen!" gezeigt. Hier die Ergebnisse aus Step 7:

 Session 4 – Projektauswahl durch Portfoliomanagement (Step 7) im WS2008/09

Download Session 4 – Projektauswahl durch Portfoliomanagement (Step 7) [PDF]

Download Session 4 – Projektauswahl durch Portfoliomanagement (Step 7) [HTML]

Weitere Ressourcen:

Während Step 1-5 sind immer wieder die folgenden Fragen aufgetaucht: Was ist eine Strategie? Was ist eine Methode? Wo liegt der Unterschied? Hier eine Grafik von Andreas die den Diskussionsstand dokumentiert. Vielleicht schärft sich das Verständnis mit den kommenden beiden Fällen zum Thema Open Innovation und Lead User (Methode).

strategie1 Session 4 – Projektauswahl durch Portfoliomanagement (Step 7) im WS2008/09

18Sep/086

Atizo: Erste virtuelle Plattform zur Förderung der offenen Innovation

team1 Atizo: Erste virtuelle Plattform zur Förderung der offenen Innovation

Quelle: atizo.com

Wie der eine oder andere bereits gehört hat, arbeite ich an meiner Dissertation im Bereich Innovationsmanagement, insbesondere Open Innovation. Dabei stelle ich mir die Frage, wie man die "richtigen" Leute aus einer virtuellen Community für Innovationsvorhaben bestimmen kann.

In diesem Zusammenhang bin ich seit längerem mit Christian Hirsig von der Open Innovation GmbH in Kontakt (siehe Foto, ganz links). Sein Team hat gestern die neuartige Innovationsplattform Atizo gestartet, die Unternehmen den Kontakt zu kreativen Köpfen für eine gemeinsame, offene Innovation bietet.

Aktuell sind drei neue Projekte von Fujifilm, Odlo und Bio-Familia freigeschaltet:

  • Fujifilm: Welche neuen, spannenden und massentauglichen Produkte können in Zukunft aus den Digitalfotos gestaltet werden?
  • Odlo: Wie kann in Zukunft die Bekleidung einen Sommer-Sportler bei der Regulierung seiner Körpertemperatur unterstützen?
  • Bio-Familia: Welche handliche, vollkornige Zwischenmahlzeit möchten Sie unterwegs, bei der Arbeit und zuhause geniessen?

Als Anreiz werden insgesamt Prämien in der Höhe von CHF 15.000 ausgeschüttet. Mitmachen lohnt sich also! Ich persönlich bin von der Idee und dem Team dahinter absolut begeistert und kann jedem nur empfehlen mitzumachen. Ob als Unternehmen das neue innovative Ideen sucht oder als kreativer Kopf der Spaß an der Herausforderung hat!

P.S. Nicht vergessen meinen Fragebogen auszufüllen icon wink Atizo: Erste virtuelle Plattform zur Förderung der offenen Innovation

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