Innovationsmanagement 2.0 Dr. Patrick FRITZ

14Jul/080

Fortfuehrung der Lehrveranstaltung

Die Lehrveranstaltung "Innovationsmanagement 2.0" wird auch kommendes Semester wieder stattfinden! Somit könnt ihr euch auch weiterhin auf spannende Beiträge rund um das Thema Innovationsmanagement freuen. Natürlich sind zahlreiche "Innovationen" für das kommende Semester in Planung 😉

14Jul/080

Innovation und Technik

Dem Beispiel von Lina und Juliane folgend, hat Mirjam einen Blog-Beitrag zum Thema "Innovation und Technik" verfasst:

Technische Innovationen werden weitgehend von der Mikroelektronik bestimmt, sie bildet die Basis für die meisten technischen Entwicklungen, vom PC über Steuerungen, Nachrichtentechnik bis hin zur Autoelektronik. Die rasante Entwicklung beeinflusst alle technischen Bereiche.

So entwickelt sich die Speicherkapazität in den letzten 15 Jahren um den Faktor 1000 bei weitgehend gleichbleibenden Kosten pro Chip. Hand in Hand mit der Speicherentwicklung geht auch die Entwicklung der Prozessorleistung. Hier zeichnet sich eine Steigerung um den Faktor 100 ab.

Mit den derzeit bekannten Technologien lassen sich deutliche Steigerungen in Packungsdichte und Geschwindigkeit erzielen. Bei dieser Entwicklung drängt sich die Frage auf, wo die Grenzen sind. In Forschungslaboren wird an der sogenannten Single- Device- Technologie gearbeitet. Dabei wird versucht ein Speicherelement mit nur einem Elektron zu realisieren. 1970 waren dazu noch 10Millionen Elektronen notwendig, heute kommt man mit 10.000 aus. Sollte es gelingen mit einem Elektron auszukommen könnten Speicherbausteine mit einem Terabit realisiert werden. Bisher bekannte Technologien sind dann ausgereizt, aber es ist nicht gesagt, dass man mit anderen Verfahren und Speicherstrukturen nicht noch weitere Schritte in Richtung höherer Speicherdichte und höherer Prozessorleistung machen kann.

Heute wird häufig von der Informations- oder Wissensgesellschaft gesprochen. Dabei greifen wir zurück auf eine Untersuchung des sowjetischen Wissenschaftlers Kondratieff, die von Leo A. Nefiodow vorgestellt und um einen Zyklus, den fünften Kondratieff, ergänzt wurde. Kondratieff weist nach, dass es lang anhaltende Wirtschaftszyklen gibt, die von einer neuen Technik bestimmt sind und die vorhergehende Technik ablösen. Damit reduzieren sich auch die Arbeitsplätze der alten Technik und werden durch neue ersetzt So löste das Industriezeitalter die Landwirtschaft ab und wird nun vom Informationszeitalter verdrängt. Die Hoffnung, die in dieses Modell gelegt wird, besteht darin, dass die Arbeitsplätze, die durch Rationalisierung und Automatisierung wegfallen, durch neue Arbeitsplätze der Informationsgesellschaft ersetzt werden. Wenn wir zurücksehen, dann erkennen wir, wie viele Arbeitsplätze durch Software und bessere Hardware ersetzt wurden.

Wir müssen also davon ausgehen, dass sich die Struktur unseres Arbeitsmarktes ändert und uns auf diese veränderte Situation einstellen. Dabei werden laufend neue technische Berufe definiert. Diese Berufe verlangen allerdings eine relativ hohe Qualifikation. Technologische und wirtschaftliche Entwicklungen führen aber nicht nur zu Arbeitsplätzen mit anderen Qualifikationen, sondern durch Änderungen in den Organisationen auch zu neuen Formen der Arbeitswelt. Die Informationsgesellschaft führt auch zu einer Veränderung der Arbeitswelt, der Firmenorganisation und somit der Arbeitsplätze.

Diese Veränderungen der Märkte führen in den Unternehmen zu einer Veränderung im Verhalten, während früher Produkt- und ingenieurorientiert gedacht wurde und Kapazitätsbeschaffung sowie Aufbau von Produktionsmitteln und Logistik die wesentlichen Aufgaben waren, muss heute vor allem markt- und kundenorientiert agiert werden. Marktanforderungen wie Bedürfnisse, Probleme und Wünsche unserer Kunden, marktorientierte Gestaltungsinstrumente sowie Problemlösungen und Kundennutzen treten immer mehr in den Vordergrund. Zunehmende Konkurrenz und globale Märkte mit unterschiedlichster Ausprägung zwingen uns dazu, immer schneller und marktnäher zu handeln. Die Notwendigkeit, schnell und flexibel zu handeln, und zwar global mit Ausrichtung zum Kunden, führt zwangsläufig zu einer Veränderung der Organisation und der Unternehmenskultur. Man geht zunehmend weg von der starren, funktionsorientierten Organisation zu einer flexiblen Form, die mehr nach Projekten orientiert ist. Viele Firmen befinden sich sogar bereits auf dem Weg zur nächsten Stufe, bei der einzelne Gruppen oder Mitarbeiter nur noch temporär zu Projekten zusammengeschlossen sind. Die Zusammenarbeit ändert sich dabei rasch je nach Anforderung. Es können die unterschiedlichsten Mitarbeiter, Firmenteile oder auch verschiedene Firmen lokal oder über Netz für eine bestimmte Zeit ein virtuelles Team bilden.

Für diese Arbeitswelt benötigen Mitarbeiter die Fähigkeit zum selbständigen, lebenslangem Lernen, Bereitschaft zur Eigenverantwortung und die Fähigkeit zum selbständigen Arbeiten.

3Jun/080

Session 5 – Open Innovation (Step 7)

Man sollte ja wirklich vorsichtig sein mit den Inhalten die man so im Internet findet, doch hin und wieder sind wirklich gute Dinge dabei. Zur Einstimmung für die Auflösung der letzten Session zum Thema "Open Innovation" haben wir uns das folgende Video angesehen:

Christian Diepold, Student des Studienganges Betriebswirtschaft im 2. Semester, hat hierzu das Protokoll verfasst:

 

Open Innovation: Beim Open Innovation werden Ideen von extern mit einbezogen. Diese können beispielsweise von Kunden, Lieferanten oder Wettbewerbern kommen.

Closed Innovation: Beim Closed Innovation werden Ideen nur innerhalb des Unternehmens gesammelt.

Ideenmanagement: Hier werden Ideen gesammelt, ausgewertet und dann entschieden ob sie brauchbar sind oder nicht. Bei der Frage wo das Ideenmanagement angesiedelt sei, kamen wir zu keinem Ergebnis. Ein Teil der Diskussionsrunde sprach sich für eine Platzierung vor dem Innovationsprozess aus, die andere Hälfte war dafür das Ideenmanagement nach dem Innovationsprozess anzusiedeln. Diese Frage werden wir in der nächsten Lehrveranstaltung nochmals behandeln.

Bei der Frage worin der Nutzen von Open Innovation liegt, waren sich alle Teilnehmer einig, dass es dem Kunden zu Nutze kommt, weil er genau das Produkt bekommt was er möchte. Ebenso kam die Aussage, dass diese Produkte den Endverbraucher direkt ansprechen da dieser an der Entwicklung mitgearbeitet hat. Ein weiterer Punkt beinhalten folgendes Zitat von Frank Lothar Köpcke ein Innovationsexperte aus Nürnberg:

„Bei einer durchschnittlichen Floprate von 30- 70% bei neuen Produkten zahlt sich diese Vorgehensweise für ein Unternehmen in mehrfacher Hinsicht aus: Denn es scheint nahe zu liegen, dass Produkte eine höhere Akzeptanz genießen, wenn sie gemeinsam mit potentiellen zukünftigen Abnehmern entwickelt worden sind.“

Zudem gibt es eine Win – Win Situation für Kunden und Hersteller, da mehr Wissen in den Prozess mit einfließt.

Als Beispiele für Open Innovation kam die Gruppe zu folgenden Ergebnissen: Fallstudien oder Projekte im Unternehmen werden oftmals von Praktikanten erledigt welche die Abläufe mit anderen Augen sehen und eventuell neue Aspekte von Außen mit einbringen. Als Beispiel für User Innovation kam das Kite - Surfing zur Sprache. Diese Sportart wurde von Surfern entwickelt welchen das normale surfen nicht mehr ausreichte. Dies sind die Innovationen ausgehend vom Nutzer.

Download: Session 5 - Protokoll Step 7 [PDF]