Innovationsmanagement 2.0 Dr. Patrick FRITZ

16Aug/114

Wo liegen die Innovationen der Zukunft?

Durch einen Beitrag im MindSharing Blog (der inzwischen offline ist) bin ich auf die Studie "Top 12 Areas for Innovation through 2025" der Firma Social Technologies aufmerksam geworden. Wie der Name schon sagt, wurde dabei versucht die Top 12 Bereiche für technische Innovation bis 2025 vorherzusagen. Kaum geschrieben muss ich auch schon hinterher werfen, beim Wort "vorherzusagen" werde ich einfach stutzig. Ich bin kein großer Fan von Zukunftsforschern und deren Arbeit, wer soll schon schließlich wissen was bis ins Jahr 2025 passiert? Dennoch an dieser Stelle deren Ergebnisse in aller Kürze:

  1. Personalized medicine
  2. Distributed energy
  3. Pervasive computing
  4. Nanomaterials
  5. Biomarkers for health
  6. Biofuels
  7. Advanced manufacturing
  8. Universal water
  9. Carbon management
  10. Engineered agriculture
  11. Security and tracking
  12. Advanced transportatio

Soweit so gut, was mich in diesem Zusammenhang jedoch wirklich interessiert ist die Frage: "Wer ist im Unternehmen für Innovation verantwortlich?". Nicht zu Unrecht wird in diesem Blog die Frage gestellt, ob Innovationen die Aufgabe des Produktmanagements sind. Aus meiner Sicht wird diese Aufgabe in vielen kleineren bis mittleren Unternehmen den besten Technikern übertragen, da ihnen sozusagen die Umsetzungskompetenz in die Wiege gelegt ist. In größeren Unternehmen bildet sich häufig eine eigene Stelle heraus die hauptsächlich mit der organisatorischen Dimension der Innovation betraut ist. Die vorliegenden Innovationsprojekte werden dabei sozusagen durch Innovationsprozess geschleust. In der Literatur hingegen liest man häufig (ein wenig idealisierend) davon, dass Innovation Aufgabe des ganzen Unternehmens sein sollte. Dabei frage ich mich immer, wer macht da noch das Tagesgeschäft (JA das gibt es auch noch 😉 Soweit zu meinen Erfahrungen, wie seht ihr die Sache?

26Jul/111

Wie bestimme ich den Innovationstyp meines Unternehmens?

Ein Artikel von Alexander Gerybadze auf www.innovation-aktuell.de hat mich dazu angeregt für euch eine Anleitung zu schreiben wie ihr den Innovationstyp eures Unternehmens bestimmen könnt. Der Artikel ist inzwischen leider nicht mehr kostenlos zugänglich, deshalb "nur" ein Link auf das Portal. Grundsätzlich unterscheidet Gerybadze zwischen drei Innovationstypen:  Produkt-, Prozess- und Serviceinnovation. Mir gefällt diese Unterscheidungen sehr gut, da der Blick allzu häufig rein auf der technischen Lösung liegt, was nach meiner Ansicht aber zu kurz gegriffen ist. Zur Bestimmung eures Innovationstyps sollt ihr folgende Fragen beantworten:

  • Worauf entfällt der größte Teil der Innovationen in eurem Unternehmen: Produkt-, Prozess- oder Serviceinnovation?
  • Wie bewerten potentielle Kunden veränderte Produkte, Prozesse und Serviceleistungen, und wofür ist er bereit zu zahlen?
  • Welches ist für dein Unternehmen die geeignete Kombination von Produkt-, Prozess und Serviceinnovationen?

 

Das angeführt Beispiel von Tetrapak ist in diesem Zusammenhang sehr passend: "...durch eine ausgereifte Kombination von neuartigen Verpackungsprodukten, durch firmenspezifische Verarbeitungsprozesse, (...) und durch gezielte Servicepakete an Unternehmen in der Nahrungsmittel- und Getränkeindustrie... bietet Tetrapak eine einzigartige Leistungskonfiguration". Dieses Beispiel zeigt, dass der Innovationserfolg immer häufiger nicht nur durch drehen einer einzigen Stellschraube möglich ist, sondern nur durch eine einzigartige Kombination in den genannten Bereichen.

Mein Vorschlag: Überleg euch in einem ersten Schritt wo euer Unternehmen in den Bereichen Produkt-, Prozess- und Serviceinnovation positioniert ist und stellt anschließend SMARTE Ziele auf wo ihr Morgen sein werdet!

19Jul/110

HP Idealab – Warum nicht auch in KMUs?

Der Technologiekonzern HP hat mit dem Idealab eine Initiative ins Leben gerufen, die darauf abzielt bereits in frühen Projektphasen Einblick in die unternehmensinterne Forschung zu geben. Die frühen Projektphasen werden in der Literatur häufig als "Fuzzy Front End of Innovation" bezeichnet, da diese Phasen schwer steuerbar sind. Im weitesten Sinn wird mit dem Einblick in die frühe Ideenphase das Ziel verfolgt Open Innovation zu betreiben, d.h. Ideen von Außenstehenden ins Unternehmen zu holen. Spontan hat mich der Bereich "Cloud Print" angesprochen. Dabei geht es um eine kostenlose mobile Drucklösung direkt ab Smartphone. Soweit ich weiß beschäftigt sich auch Google damit.

Jetzt werdet ihr sicher denken, nur ein Großkonzern kann sich so was leisten. Ich stelle jedoch die Frage: WARUM EIGENTLICH? Was spricht dagegen, das ein KMU seine Produktideen im Internet veröffentlicht und mit potentiellen Kunden diskutiert, verbessert, anpasst, erweitert, verwirft... . Auf diese Weise kann das Risiko von Fehlschlägen gesenkt und somit langfristig Kosten gespart werden.

Natürlich habe ich bewusst viele Aspekte die in der Diskussion wichtig sind vernachlässigt und hoffe deshalb auf harten Widerspruch!

8Jun/093

Innovationsmanagement in der Bibliothek?

Kann es so etwas wie Innovationsmanagement in einer Bibliothek geben? Mit seiner Präsentation zeigt Rudolf Mumenthaler auf, wie Innovationsmanagement in einer Hochschulbibliothek aussehen kann:

22Jan/094

Top Suchbegriffe zum Innovationsmanagement

WordPress  bietet eine tolle Funktion mit der die Suchbegriffe gesammelt werden, mit denen das Blog "Innovationsmanagement 2.0" in der Vergangenheit gefunden wurde. Somit entsteht ein toller Überblick, was bei den Lesern gerade aktuell ist bzw. nachgefragt wird:

top-innovationsmanagement

  • "Innovationsprozesse" sind in der Literatur eigentlich schon sehr umfassend abgehandelt, in der Praxis ist es offensichtlich ein wichtiges Thema. In zahlreichen Unternehmen sind aus eigener Erfahrung immer noch keine Innovationsprozesse, von der Idee bis zu fertigen Produkt, definiert.
  • "Anforderungsmanagement" habe ich dieses Jahr aus bekannten Gründen aus dem Programm genommen, dennoch ist die Nachfrage ungebrochen groß. Ich denke das hier besonders Leute aus dem Software-Bereich aktiv sind, die auf der Suche nach Hilfe sind.
  • Die "Open Innovation" Thematik und die damit verbundene "Lead User" Methode ist und bleibt mein Favorit, also nur weiter so!
9Dez/082

Session 5/6 – Open Innovation und Lead User Methode (Step 7) im WS2008/09

Wie angekündigt, haben wir Schritt 7 für Session 5 und 6 zusammen gezogen. Aus meiner Sicht hängen die Themen Open Innovation und Lead User Methode eng zusammen, was sich schließlich auch in den definierten Lernzielen wieder gezeigt hat. Die Moderation des Abends hat Simone Allgäuer, BWL-Studentin im 5. Semester, übernommen. Zur Einstimmung habe ich einen Ausschnitt aus dem umfangreichen Video-Archiv von Hippel's gezeigt:

  • Video 1 (245Mb): Overview of the lead user process
  • Video 2 (276Mb): Launching your lead user study
  • Video 3 (300Mb): Interviewing methods for lead user project teams
  • Video 4 (232Mb): Identifying emerging market needs
  • Video 5 (257Mb): Identifying lead users
  • Video 6 (360Mb): Developing solution concepts

Hier die Ergebnisse von Step 7:

session-6-lead-user-step-7-20081204

Download: Session 5/6 - Protokoll "Open Innovation und Lead User Methode" (Step 7) [PDF]

Download: Session 5/6 - Protokoll "Open Innovation und Lead User Methode" (Step 7) [HTML]

28Nov/080

Henry Chesbrough erklaert Open Innovation

Wer tiefer ins Detail gehen möchte, dem empfehle ich sein aktuelles Buch: "Open Innovation: The New Imperative for Creating and Profiting from Technology".

25Nov/080

Session 4 – Projektauswahl durch Portfoliomanagement (Step 7) im WS2008/09

Verena Kern, BWL Studentin im 5. Semester, hat die (Ersatz-) Session am Dienstag moderiert. Als Vorbereitung auf Step 7 habe ich einige Folien aus dem Vortrag von Karin Kroneder: "Viele Ideen? knappe Ressourcen!" gezeigt. Hier die Ergebnisse aus Step 7:

session-4-portfolio-step-7-20081125

Download Session 4 – Projektauswahl durch Portfoliomanagement (Step 7) [PDF]

Download Session 4 – Projektauswahl durch Portfoliomanagement (Step 7) [HTML]

Weitere Ressourcen:

Während Step 1-5 sind immer wieder die folgenden Fragen aufgetaucht: Was ist eine Strategie? Was ist eine Methode? Wo liegt der Unterschied? Hier eine Grafik von Andreas die den Diskussionsstand dokumentiert. Vielleicht schärft sich das Verständnis mit den kommenden beiden Fällen zum Thema Open Innovation und Lead User (Methode).

strategie1

18Nov/080

Das Innovationsparadox

In zahlreichen Diskussionen mit Studenten zeigt sich immer wieder, das Wort Innovation enthält zahlreiche Widersprüche. Hier einige Beispiele aus "Praxiswissen Innovationsmanagement: Von der Idee zum Markterfolg" (sehr empfehlenswert!):

  • Innovationen müssen kundenorientiert sein. Hört man jedoch zu viel auf den Kunden, kann man sich nicht differenzieren. In der Automobilindustrie kommen weniger als 10% aller Innovationsideen vom Kunden; meist sind es nur inkrementelle Verbesserungen.
  • In der Projektselektion werden transparente Entscheidungsprozesse gefordert, aber U-Boot-Projekte ohne Freigaben und offizielles Budget werden toleriert - und bei Erfolg als Unternehmertum gefeiert.
  • Fachspezialisten sind der Trumpf in der F&E, aber gleichzeitig können diese keien gleichwertige Karriere machen. Duale Karrierepfade, also Fach- und Projektleiterlaufbahnen, die zur klassischen Führungslaufbahrn gleichwertig sind, werden oft propagiert, aber nur bis zu einer mittleren Kaderstufe wirklich gelebt.
31Okt/080

Session 2 – Innovationsprozess am Beispiel Stage-Gate (Step 1-5) im WS2008/09

Um es gleich vorweg zu nehmen, ich war mit der gestrigen Diskussion zum Thema Innovationsprozess sehr zufrieden. An dieser Stelle nochmals ein großes Lob an die Teilnehmer. Für mich ist es immer wieder erstaunlich, wie nahe sich die Problemanalyse bzw. das Brainstorming an die "Wahrheit" annähert. Durch die gesammelten Erfahrungen der einzelnen Teilnehmer entstehen erste Antworten, aber auch weiterführende Fragen:

  • Braucht es Innovationsprozesse/-modelle?
  • Sind Innovationsprozesse abhängig von der Produktart?
  • Sind Geschäftsprozesse nur etwas für die "Großen"?

Hier die Dokumentation zu Step 1-5:

Download Session 2 - Innovationsprozess am Beispiel Stage-Gate (Case) [PDF]

Download Session 2 - Innovationsprozess am Beispiel Stage-Gate (Step 1-5) [PDF]

Weitere Ressourcen:

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